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Real Life

Real Life

Das wahre Leben findet nicht im Kopf, im Verstand statt, sondern in der realen Welt.



Ganz ehrlich vor noch 2 Jahren (vergleiche Gedanke 2) war ich noch der festen Überzeugung dass diese kleinen „Ziele“ im Kopf uns erst das Leben ermöglichen. Und wenn man „down“ ist mag das sogar funktionieren, eben als eine Art Ablenkung sucht man sich immer neue Ziele um von dem Hauptproblem wegzukommen. Doch was bringt das? Kaum hat man das aktuelle Ziel erreicht, will der Verstand, auch schon wieder was Neues erreichen. Und kaum hat man das erreicht, will „er“ wieder was Neues. Ein Teufelskreis, er will immer das was er nicht hat, oder nicht bekommen kann. Der Verstand ist ein Dussel, niemals Glücklich und zufrieden. ER macht unser Leben so unerträglich … So wie Buddha schon in seinen ersten beiden Lebe-Weisheiten feststellte:

1) Leben bedeutet Leiden
2) die Ursache des Leidens - ist Verlangen

Doch letztendlich was brauchen wir eigentlich alles? Was brauchen wir um glücklich zu sein? Noch mehr Besitz? Noch mehr Geld? Ein noch besseres, größeres Auto? Eine noch schönere Freundin? Sind wir dann glücklich? Jede Wette das nicht. Nein! Weil, er selbst dann immer noch mehr will ... Der Verstand ist nie zufrieden und lässt uns in Ruhe das Leben genießen. Wenn ich da jetzt neben mir meinen Kater beobachte, wie ruhig er da liegt und das Leben genießt. Aber ihm sagt ja auch nicht pausenlos der Kopf was er zu tun und zu lassen hat. Ein Tier ist wirklich glückselig. Aber das war ich auch mal vor vielen Jahren, als ich ein Kind war und das Leben noch auf eine Unschuldige, verspielte und erlernende Art erleben konnte.

Jetzt verbringe ich nahezu hundert Prozent des Tages in meinem Kopf, mit meinen Gedanken und merke oft gar nicht was um mich herum eigentlich passiert. Ich bin in meine Gedanken vertieft, weil er einfach nicht die Klappe halten kann. Aber letztendlich, sind es denn meine Gedanken? Dazu habe ich vor langer Zeit mal was Interessantes gelesen, in etwa so …

„Erzähle mir von deinen Gedanken und ich sage dir, von wem sie sind“

Komisch, wenn das stimmt, plagt viele von uns dieselbe Krankheit. Wir sind nicht mehr Teil des Lebens nein, wir sind nur noch ein Teil des Verstandes. Und genau davon will ich weg. Ich möchte frei sein, frei vom Kopf, frei von den Gedanken. Frei sein, wie ein Kind. Warum zum Teufel soll ich mein ganzes Leben irgendwelchen Hirngespinsten hinterher rennen? Und kaum ein Ziel erreicht, keine Verschnaufpause, denn am Horizont taucht ja schon wieder das neue Ziel auf. Dumm! Irgendwann stelle ich fest dass das Leben fast vorbei ist und ich es nie wirklich genießen konnte, weil mir ja dauernd irgendwas zum glücklich sein gefehlt hat. Damit muss Schluss sein. Ich bin gesund, hab eigentlich alles was ich immer wollte, könnte so glücklich sein - aber der Verstand macht alles kaputt, mit seinem Denken. Jetzt möchte ich nur noch eins: Ich lege mich in hoffentlich naher Zukunft auf meinen Liegestuhl in den Garten, schaue in den Himmel, beobachte die Wolken, lausche der Natur und das völlig Gedankenfrei. Das ist kein Ziel, denn um ein Ziel kämpft man ja schon wieder. Nein, das ist mein einziger Traum der noch erfüllt werden muss. Das ist der Anfang von einem neuen Leben, ein Leben ohne Gedanken einfach nur voller BEWUSST SEIN …



Mr. Zito