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Saints Row Trilogy

Saints Row Trilogy

(XBOX 360, 2006 - 2011)

Volition Inc. schickt seine kultig, spaßige „Gossen-Action“ auch schon in die dritte Runde, Zeit für mich die Trilogie (die eigentlich keine ist), mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Da alle drei Teile auf demselben Grundprinzip basieren (Arbeite dich >mit allen Mitteln< von der Gosse empor, zum Chef eines eigenen Imperiums - Scarface lässt grüßen), unterziehe ich diese einen gemeinsamen Test. Die Unterschiede sind eh nur kosmetischer Natur, abgesehen vom Handlungsort, der in den ersten beiden Teilen „Stilwater“ ist, und im dritten Teil nach „Steelport“ verlegt wurde. Trotzdem sind die Unterschiede bis auf den Namen, nur marginal, selbst was die Größe der Locations betrifft. Womit wir auch beim einzigen „großen“ Minuspunkt wären, denn allen „GTA: SAN ANDREAS“ verwöhnten Spielern, entlocken die Ortschaften der Saints Row-Trilogie, wohl nur ein müdes Lächeln. Mit nur >einer< kleinen Stadt (relativ Gesehen), musste sich die Saints-Gang der schier unendlichen Weite des „CJ“-Universums, unterwerfen. Mit drei großen Städten, all ihren Dörfern, Bauernhöfen, Wüsten etc. wirkte der San Andreas Staat geradezu riesig und war auch Spielerisch extrem vielfältig.

Erstaunlicherweise könnte man es fast schon als ein >Omen< bezeichnen, das Rockstar beim „Next Generation GTA“ (GTA IV) einen riesigen Schritt zurück gemacht hat und dadurch praktisch Saints Row, die „Goldkette“ Kampflos zugespielt hat. Denn während GTA IV fast komplett auf das mit Abstand wohl wichtigste Element verzichtet was Videospiele ausmacht, nämlich Spaß, ziehen genau in diesem Punkt die Saints-Homies mit brachialen Getöse, quietschenden Reifen und breitem Grinsen im Gesicht, an dem ehemaligen Konkurrenten vorbei und lassen ihn weit hinter sich. Zu steril, bieder, realitätsbezogen und fast schon langweilig wirkte der „neue“ Besuch in Liberty City, einer alten (und schon damals nicht so tollen) Stadt. Im krassen Gegensatz dazu steht die „virtuelle Blödelei“ Saints Row, mit ihren >auf niedere Instinkte< ausgelegtem Gameplay, doch dazu später mehr.

Der erste Teil von THQs-Serie bot zwar auch schon eine riesige Spielwiese und fast ungeahnte Möglichkeiten, wirkte aber doch noch etwas eingeengt (beispielsweiße gab es nur PKWs), was den „Gaudi-Faktor“ jedoch in keinster weiße schmälerte und für einen Einstieg fast schon zu gut war. Trotzdem, haben sich die Entwickler ab Teil zwei mächtig ins Zeug gelegt und protzen mit allen nur erdenklichen Facetten eines Open-World-Titels. Das fängt beim Kreieren >unglaublich Vielseitig< vom eigenen Charakter an, geht über Bandenanpassungen, Klamotten + Tattoos kaufen, Charakter Auf-Leveln, Autos-Tunen, Besitztümer erwerben bis hin zum Bestimmen von Kampfstilen, Gang-Zeichen und Gesten. Verpackt in einem Grundgerüst aus spannenden Story-Missionen und aberwitzigen Nebenmissionen (Nutten-Abgreifen, Versicherungsbetrug, Vandalismus und viele, viele mehr). Auch der gesamte Fuhrpark wurde aufgestockt und zwar nun zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Doch damit nicht genug: Maskottchen verdreschen, Alkohol trinken, Ufo-Fliegen, Kiffen, Passanten mit Dildos verkloppen, Fußgänger mit einer „Autokanone“ durch die Gegend schleudern und tonnenweise versteckte Geheimnisse und Gegenstände gehören genauso dazu, wie die zahlreichen Minispiele, sowie die blöden Kommentare der „Zivilisten“ … es ist nahezu unmöglich alle Details aufzuzählen ...

Die Möglichkeiten sind oft Einzigartig und schier Unbegrenzt. Dazu gesellen sich noch: Die obligatorische Karte, ein Telefon und zahlreiche Statistiken, die den kompletten Überblick gewähren. Also Gameplay-Mäßig ist die Saints Row-Trilogie ein Burner, von nahezu perfekter Qualität.

Nur, wie sieht es mit der Technik aus?

Ein Wort zur Akustik:

Natürlich gibt es GTA-Typisch mehrere Radiostationen, die für jeden die Geschmack die passende Musik spielen. Von Rock, Pop und Rap bis hin zu Elektro und Klassik wird jeder Wunsch erfüllt. Neben diversen Musikstücken bekannt aus Rundfunk und Fernsehen, werden auch unbekanntere Songs geboten. Auch die Soundeffekte sind von grandioser Qualität und werden wohl nur noch von den erstklassigen Sprechern (Englische Sprache, deutsche UT) überboten. Also Sound- und Akustisch technisch ist auch alles im grünen Bereich.

Die Optik:

Saints Row erstrahlt in wundervoller Pracht, die von Teil I bis III auch kontinuierlich gesteigert wurde. Trotzdem sind auch die THQ-Neighborhood-Boys nicht vor Fehlern sicher. Gerade Tearing und einige größere Ruckler, vor allem bei Explosionen, machen sich in einigen Szenen bemerkbar. Die Weitsicht lässt auch zu wünschen übrig und einige Texturen wirken billig. Die KI ist auch nicht berauschend und bewegt sich zirka auf demselben Level, wie die Intelligenz von Weißbrot - was den Fun-Faktor aber irgendwie noch weiter in die Höhe schnellen lässt. Das schlimmste ist jedoch der miese Grafikaufbau, der zwar ersichtlich ist, aber zum Glück nur selten stört. Unterm Strich jedoch, sind das nur „kleinere“ Schönheitsfehler, die schlimmer klingen, als sie eigentlich sind.

Die Versionen:

Ich rate bei allen drei Teilen dringend davon ab, die deutschen Versionen zu kaufen, da diese um unzählige Details erleichtert wurden und die Spiele somit viel von ihrer ursprünglichen Faszination einbüßen. Die PEGI-Fassungen hingegen sind komplett ungeschnitten, günstig zu erwerben und bieten auch die deutschen Untertitel.


Runter von meinem Parkplatz, Bitch … und äh wenn wir gerade dabei sind, her mit deiner Kohle ;-) …

Unzählige Tage und Nächte habe ich nun schon in Stilwater verbracht und aktuell verbringe ich schon viele, viele Stunden in Steelport und ein Ende ist nicht in Sicht. Nirgendwo sonst, kann man sich so unbeschwert und amüsant außerhalb Gesellschaftlicher Regeln bewegen. Nirgendwo sonst, kann man sich bei solchen, schier grenzenlosen Möglichkeiten austoben. Und nirgendwo sonst, hat man die ganze Zeit über, ein so selbstgefälliges Grinsen aufgesetzt und lässt seiner „bösen“ Seite, so freien Lauf. Saints Row macht aus jedem, einen Sadisten!!!! Es lebe die „Hood“ … Wertung: 10/10 Zuhältern … äh Punkten!!

Saints Row

Saints Row II

Saints Row: The Third



So, hier seht Ihr noch meinen kultigen Homie aus Saints Row: The Third ... er präsentiert seine Gesten ;-)

Die erste ist für Respekt (nennt sich, glaub ich "Boygroup-Style") ...
Die zweite ist für Spott (nennt sich, glaub ich "dummes Schulkind") ...

Qualität ist nicht berauschend :-( ... aber ist dafür auch mit Ton :-)

Mr. Zito Movie (Part IV)