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Until Death

Until Death

Mit Filmen wie Leon (1990), Mit stählerner Faust (1990), Geballte Ladung (1991) und Universal Soldier (1992) war Jean-Claude van Damme wohl einer der größten Action-Helden der neunziger Jahre. Trotzdem konnte seinen Fall zur Jahrtausendwende hin, selbst mit großen Namen wie Universal Soldier - Die Rückkehr (1999), niemand aufhalten. Die Kinogänger hatten sich an brutaler Hand-Made-Action satt gesehen und wollten eher Drahtseil-Action der Marke Matrix begutachten. Doch während andere ehemals große Action-Helden wie Steven Seagal wohl nur noch durch B-Video-Trash in Massen auf sich aufmerksam machen, bleiben die Veröffentlichungen bei van Damme zumindest überschaubar. Nach beachtlichen Produktionen wie Wake of Death (2004) liegt nun mit Until Death der Endgültige Aufstieg von van Damme vor.

Okay, die Story gewinnt keinen Oscar für Einfallsreichtum und erinnert an Seagal’s Hard to Kill (1990), eingebettet in ein Cop-Drama. Aber die Umsetzung ist dafür mehr als gelungen. Die Location’s sind perfekt gewählt, die gesamte Atmosphäre ist sehr Düster gehalten und die Action ist zahlreich und blutig. Die Choreographie der Action-Szenen ist sehr gelungen auch wenn meistens nur geballert wird. Schade, dass van Damme nicht mehr so oft Draufhauen darf wie früher, dafür gibt’s auch einen Punkt Abzug in der Wertung, denn genau darauf wartet man als Fan seines Könnens am Meisten. Die Kameraarbeit ist zwar durch ihre Perspektiven-Wechsel gewöhnungsbedürftig, fügt sich aber bestens in das düstere Gesamtbild ein und lässt den Film teuer wirken. Die Darsteller machen ihre Sache ausgezeichnet, vor allem van Damme liefert außerordentlich gute Schauspielerische Leistungen. Man kauft ihm den Drogensüchtigen Cop (erste hälfte) und später den cleanen, gebrochenen Ex-Cop (zweite hälfte) wirklich zu jeder Zeit ab, sehr überzeugend. Als Charakter-Darsteller hat er sich sehr gemacht. Van Damme’s Action-Reißer Until Death kommt fast ohne Makel daher, knüpft an „alte Zeiten“ an und zeigt einen Jean-Claude van Damme in Schauspielerischer Höchstform. Unbedingt Kaufen. Wertung: 9/10

Blu-ray VÖ:

Die deutsche „keine Jugendfreigabe“ Version von EMS ist Uncut und kommt leider ohne Extras daher. Der Ton (dt. DTS-HD 5.1) ist Einwandfrei nur die Bildqualität ist leider nur mittelmäßig, dafür gibt es die BD günstig zu erstehen.