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The Dallas Connection aka Deadworks

The Dallas Connection aka Deadworks - Heiß und Tödlich

Andy Sidaris dürfte wohl vielen Trash-Fans vor allem durch seine Triple-B Filme oder bekanntermaßen BBB-Movies in Erinnerung geblieben sein. Diese „Bullets, Bombs, and Babes“ - Serie hat er ja schon fast ein eigenes Genre gegründet und obwohl sie für den Durschnitts-Zuschauer wohl einfach nur Grottenschlecht sind, haben sie einen gewissen Kultstatus erreicht. Natürlich folgen dadurch alle seine Filme exakt demselben Schema, vollbusige Schönheiten und (Ex)- Models, Prügeln, Ballern und Sprengen sich durch exotische Urlaubskulissen und zeigen so ganz nebenbei, natürlich, ordentlich Haut. Obwohl der „Godfather of Triple-B-Movies“ hier nicht persönlich auf dem Regiestuhl Platz nahm, sondern seinem Sohn Christian Drew Sidaris Platz machte, folgt Deadworks trotzdem, dem altbekannten Muster. Was wohl auch mit daran liegt, das der Meister persönlich als Executive Producer Auftritt. Trotzdem oder gerade Deswegen ist Deadworks eines der besten Sidaris-Machwerke geworden. Die Locations sind zwar fast alle bekannt, aber dennoch gut gewählt, und die Darstellerinnen sind Sprichwörtlich - Heiß und Tödlich. Überhaupt geben sich nur wieder die altbekannten Akteure ein Stelldichein, da hätten wir Bruce Penhall, Rodrigo Obregon und als Blickfang Julie Strain, Julie K. Smith und Wendy Hamilton. Zum ersten und meines Wissens nach einzigen Mal dabei, die Wunderschöne Samantha Phillips, ihr gelingt perfekt der Spagat zwischen Süß und Sexy. Eine Typisch (Überzogene) Agenten und Geheimdienst Geschichte dient als Aufhänger, um Sex und Gewalt geschickt miteinander zu Verbinden und sorgt für das ein oder andere Stirnrunzeln. Dabei gibt’s natürlich auch wieder die kleinen Obligatorischen Story-Twists. Apropos Gewalt, beim Anblick der eingestreuten Actionszenen ist mir des Öfteren in den Sinn gekommen, dass man an dem Action-Choreograph wohl nur einen „Demak“ (na, aus welchem Film ist dieser Schlag?) ausführen kann. Ehrlich, werfe ein paar besoffenen Pennern ein paar Euro vor die Füße und die liefern, im Streit um das Geld, eine bessere Actionsequenz ab. Der gehobene Action-Fan kann also bei Deadworks nur schreiend das Weite suchen, aber wer seine Ansprüche etwas zurückschraubt, wird gut unterhalten. Mir jedenfalls war zu keiner Sekunde langweilig. Tolle Babes und Action am laufenden Band, geben der Müdigkeit keine Chance. Ein waschechter Sidaris eben … Wertung: 7/10

Die VÖ’s:

Die einzige Deutschsprachige Veröffentlichung kommt in einer kleinen Hartbox daher und wurde vom „Grotten-Label“ Laser Paradise auf den Markt geworfen. Und wie immer machen die Herren und Damen rund um Mr. Buresch ihrem Namen alle Ehre und werfen eine so dermaßen Erbärmliche VÖ auf den Markt, das die Verpackung das mit großem Abstand beste an dem Produkt ist. Die technische Umsetzung ist unter aller Sau (Vollbild, Mono?) und das wohl gemerkt im Jahr 2011, das mein Blu-ray Player vor Schreck gar nicht wusste was er damit anfangen soll? Dass der Film natürlich in unserem, traurigem Zensurstaat, wie so viele, indiziert ist (nur zum Vergleich: In Frankreich ist der Film Ungeschnitten ab 12 Freigegeben) hat wohl auch dafür gesorgt, das Praktisch alles was mit Bullets und Babes zu tun hatte, entfernt wurde. Gerade noch das zweite „B“ für „Bombs“ hat es in diese Version geschafft, Respekt! Von Erotik oder gar Gewalt sieht man nahezu nichts. Und da wird die DVD unter „ungeprüft“ verkauft. Das verstehe wer will? Kurioses am Rande: Selbst das auf der Disc befindliche „Behind the Scenes“ - Special zeigt mehr Nackte Haut, deswegen wohl die hohe Freigabe? Und nur um das nochmal festzuhalten: In Frankreich ist der Film UNZENSIERT ab 12 Jahren freigegeben, da kann man mal sehen auf welchem Level sich hier Erotik und Gewalt bewegen. Dazu fällt mir wieder mal nichts ein, nur eins steht fest - Finger weg von dieser Veröffentlichung!!!!

Selbst diverse nächtliche Ausstrahlungen im Free-TV sind um Welten dezenter gekürzt. Meine VHS Aufnahme von Kabel 1 aus dem Jahr 2000, zum Beispiel, ist nur in zwei Gewaltszenen cut. (Screen by Screen Vergleich mit der französischen DVD).

Ich empfehle die Veröffentlichung von Atlas International aus Frankreich, die den Film komplett ungeschnitten präsentiert und auch technisch mehr zu bieten hat (Anamorphes Bild, Stereo Ton). Leider, enthält diese aber nur eine französische Tonspur.