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Freitag, der 13. (Remake)

Freitag, der 13. (Remake)

Als großer Fan der ursprünglichen Freitag, der 13 Reihe war ich auf das Remake mehr als gespannt. Regisseur Marcus Nispel hat ja schon mit der Neuinterpretation von „The Texas Chainsaw Massacre“ ein goldenes Händchen bewiesen. Doch gleich vornweg, bei Freitag der 13 ist er über das Ziel hinausgeschossen. Gleich der erste Dämpfer: Warum zur Hölle wurde Kane Hodder nicht für die Rolle des Jason verpflichtet? Dieser verkörpert Jason meines Erachtens am besten. Es war ja auch zu erwarten dass aus Freitag der 13 (ich sage nur Michael Bay) ein Hochglanz Hollywood Schinken wird. Wo ist der Schmuddel Camp Look der vergangenen Teile? Wo sind die kreativen Mord-Szenen? Wo ist der kräftige-übermäßige Jason gegen den keiner auch nur den Hauch einer Chance hat? Ich verstehe auch nicht warum krampfhaft versucht wurde die Darsteller möglichst Sympathisch wirken zu lassen? Damit der geneigte Zuschauer mit den Opfern mitfiebert? Seien wir doch mal ehrlich, nicht bei Freitag der 13. Eigentlich wartet man doch nur auf den nächsten Sex, Alkohol oder Drogen Missbrauch der Darsteller damit Jason sie für ihre Sünden möglichst kreativ bestraft. Der Bodycount war zwar ansprechend hoch doch keiner der Morde hat mich auch nur im Entferntesten vom Hocker gehauen. Die meisten waren mir, von anderen Teilen der Serie schon mehr als bekannt. Was zur Hölle hat Jason eigentlich für eigenartige Sachen an? Und warum nimmt Jason Gefangene? Weil Sie ihn an seine Mutter erinnert? Nein, nicht mit mir. Also, als Teil der Reihe (oder Remake) Freitag, der 13 enttäuscht der Streifen voll und ganz. Aus Jason wurde ein Hollywood-Mainstream Schlächter der die Kassen klingeln lassen soll, nicht mehr und nicht weniger. Wertung: 2/10
So, und nun das große ABER!!!!

Als eigenständiger Teenie-Slasher funktioniert Freitag, der 13 erstaunlich gut. Und ungeachtet vom ganzen Jason-Hype habe ich mich köstlich amüsiert. Keine Langeweile keine großen Durchhänger, es ist eigentlich immer was los auf der Leinwand. Einen Innovationspreiß wird der Streifen sicher nicht gewinnen, was aber auch nicht Sinn der Sache ist, bei einem Remake. Auch die Darstellerriege ist gut gewählt, Schauspielerische Höchstleistungen sollte man natürlich nicht erwarten. Was mich gestört hat war die Vorhersehbarkeit in nahezu jeder Film-Szene. Man wusste eigentlich immer was als nächstes passiert und dass macht die ganze Spannung kaputt. Dafür gibt es auch zwei Punkte Abzug in der Wertung.

Wenn ihr noch nie was von der ursprünglichen Freitag der 13 Reihe gehört habt wird euch der Streifen sicher gefallen. Erwartet nur keinen weiteren Jason Teil und betrachtet den Film einfach als eigenständigen Slasher. Wertung: 8/10



Wenn nicht versucht wurden wäre aufgrund des großen Namens die Kasse klingeln zu lassen, dann wäre den Produzenten ein ordentlicher Teenie-Slasher gelungen, doch so bleibt aufgrund der Jason Thematik ein fader Nachgeschmack. Deswegen habe ich mich auch für zwei separate Wertungen entschieden ... Mal sehen was Hollywood mit dem anstehenden Nightmare-Remake auf die Beine stellt.

Die dt. Blu-ray Veröffentlichung von Paramount enthält übrigens nur die R-Rated Version des Films. Das Bild der Disc ist genial, nur leider liegt der Ton nur in Dolby Digital 5.1 vor.