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Der Slasher

Der Slasher

Angefangen hat wohl alles im Jahre 1978 mit John Carpenter‘s Low Budget Produktion „Halloween“ (Halloween - Die Nacht des Grauens), oder sagen wir es mal so, Halloween war der bis dato erfolgreichste, weswegen oft behauptet wird er sei der erste Slasher gewesen. Natürlich gab es davor auch schon Filme die man getrost als Slasher bezeichnen kann bzw. könnte oder die zumindest Slasherelemente aufweißen, z.B. Mario Bava‘s „Twitch of the Death Nerve - A Bay of Blood (1971)“ (Im Blutrausch des Teufels). Aber das nur mal so am Rande. Während man bei Halloween noch weniger „slash“ [(auf)schlitzen, zerschneiden] zu sehen bekommt, weil der Film vor allem durch sein zusammenwirken der subjektiven Kamera und der gruseligen Musik (von Carpenter selbst komponiert und gespielt) eine sehr bedrohende Atmosphäre aufbaut, setzten die Nachahmer zunehmend auf Gewalt. Nach dem riesigen Erfolg von Halloween begann zwei Jahre später die nächste große Serie, mit Sean S. Cunningham‘s großartigem Backwood-Slasher „Friday the 13th (1980)“ (Freitag der 13.) mit dem berühmt, berüchtigten Jason Voorhees (bis jetzt zehn Teile). Ein Jahr später bekam Halloween seine erste Fortsetzung, die für mich gleichzeitig den besten Teil der Serie darstellt. Nur drei Jahre später wurde mit Wes Craven‘s „A Nightmare on Elm Street (1984)“ (Nightmare - Mörderische Träume) die nächste Kultfigur (Freddy Krüger) geboren, die es bis jetzt auf sechs Fortsetzungen schaffte.

Neben diesen drei großen Serien erschienen sehr viele, wie oben schon erwähnt, vorwiegend brutale (Splatter?) Slasher wie z.B.: „Night of the Intruder (1988)“, „Silent Night, Deadly Night (1984)“, „Splatter University (1984)“, „Pieces (1981)“, „Bloody Moon (1981)“, „Burning Revenge (1981)“, „Antropophagus 2 (1982)“, „Stagefright (1987)“ uvm. die sehr lange, kranke und extrem harte Mordsequenzen zeigten (Stichwörter: Knochensäge, Kreissäge, Herd). Zu dieser Zeit kannten die Filmemacher, vor allem die Italienischen, keine Grenzen, je grausamer und abstoßender, desto besser. Bestes Beispiel ist der ultra derbe Slasher „New York Ripper (1982)“ von Splatter-Papst Lucio Fulci. Das brachte den Slasher schnell in Verruf Gewaltverherrlichend zu sein, wobei die letztgenannten (Antropophagus 2, Bloody Moon usw.) leider auch die Sittenwächter in Deutschland auf den Plan ruften und nach §131 Beschlagnahmt wurden. Zwar waren die Filme wie ich finde, sehr gut, aber natürlich nichts für das Mainstreampublikum.

Ende der Achtziger fiel mit „Child‘s Play (1988)“ (Chucky - Die Mörderpuppe) noch der Startschuss für eine weitere, erfolgreiche, Serie (fünf Teile, bis jetzt).

Mitte der neunziger Jahre wurde der Slasher wieder richtig salonfähig, durch die so genannten Teenie-Slasher, wie Wes Craven‘s „Scream (1996)“ (Scream - Schrei) und „I Know What You Did Last Summer (1997)“ (Ich weiß was du letzten Sommer getan hast), die natürlich auch wieder viele Nachahmer hervorbrachten wie z.B. „Urban Legend (1998)“ (Düstere Legenden) und „Valentine (2001)“ (Schrei wenn du kannst). Diese sind aber vor allem für ein jüngeres Publikum gedacht, da die Darsteller mit der Situation eher ironisch umgehen und während der Mordszenen auch Teenie-Musik läuft, die ganze Atmosphäre ist eher: „Cool“! Man vergleiche nur mit den alten (s. oben) oder neuen, „richtigen“ Slashern (Stichwörter: Atmosphäre, Mordszenen) wie: „Kolobos (1999)“, „Bloody Beach (2000)“, „Bloody Murder 2 (2003)“, „High Tension (2003)“ usw. die ja eher „verstörend“ und nicht „cool“ wirken!
Viele Worte möchte ich nicht über die Amateurfilme wie zum Beispiel „Camp Blood (1999)“ verlieren, da diese eher, na sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig sind.

Das war also mein kleiner Einblick in die Geschichte des Slasherfilms.
Es ist gut zu wissen, dass die Slasher „der alten Schule“, auch heute noch gedreht werden.



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